7. EUROPEAN TELEVISION DIALOGUE

Am 08.09.2009 fand der 7. EUROPEAN TELEVISION DIALOGUE im Rahmen der Medienwoche Berlin Brandenburg 2009 wieder in Berlin statt. Auf der von der A Company Consulting & Licensing AG mit Unterstützung der Deutschen Welle und Vattenfall organisierten Veranstaltung wurde in einer international besetzten Runde von Medienspezialisten der "Umgang der Medien mit Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Europa" kontrovers diskutiert.

Nach der Begrüßung durch Reinhard Klimmt, den Chairman des European Television Dialogue, leitet Uwe-Karsten Heye mit seiner Keynote zum Panel über.
Als Panelgäste konnte er begrüssen: Cecilia Bäcklander, Leiterin des Fernseh-und Radioprogramms beim schwedischen Bildungssender, Christoph Lanz, Fernsehdirektor der Deutschen Welle, Eric Markuse, Programmchef MDR Sputnik, Venelin Petkov, Produzent und Moderator der Balkan News Corporation, Gergely Pröhle, ehem. ungarischer Botschafter Deutschlands und der Schweiz, Senior Berater bei Roland Berger.


Cecilia Bäcklander: "Vor den Wahlen gehen Vertreter rechtsextremer Parteien in die Schulen und verteilen CDs etc mit rechtsextremen Gedankengut. Leider sind die Lehrer machtlos dagegen, weil sie allen Parteien das gleiche recht auf Verbreitung ihrer Wahlinhalte einräumen müssen. Daraufhin hat der schwedische Bildungssender eine Sendung zur Primetime initiiert, die die Lehrer einläd, über genau dieses Problem zu berichten und zu diskutieren."


Venelin Petkov: "Die Wurzel des Rechtsextremismus liegt in der Demontage des gesellschaftlichen Gefüges, dem Zerfall der Familie und dem Kollaps des Bildungssystems. Und die Medien müssen wählen zwischen political correctness und den Konsequenzen einer sachlichen Berichterstattung auf der anderen Seite."


Eric Markuse:"Wir sollten nicht den Fehler machen, zu denken, dass rechtsextreme Organisationen nur aus ungebildeten Mitgliedern bestehen. Immer mehr übernehmen Intellektuelle und Akademiker die Führung solcher Organisationen und bestimmen die Vorgehensweise."


Christoph Lanz: "Um mehr Verständnis für multikulturelle Themen zu wecken Koproduziert die Deutsche Welle mit anderen Länder entsprechende Sendungen."

Gergely Pröhle: "während die rechtsextreme Partei während der letzten EU Wahl kräftig mobilisierte und 15 Prozent der Wählerstimmen erreichen konnte, waren die anderen Parteien weniger aktiv und mussten den unerwartet hohen Zugewinn im Ergebnis hinnehmen."


von links nach rechts: Lanz, Pröhle, Bäcklander, Heye, Petkov


von links nach rechts: Jost Listemann (TCME), Gergely Pröhle, Alexander van Dülmen, Venelin Petkov, Rolf Bähr


von links nach rechts: Venelin Petkov, Alexander van Dülmen


von links nach rechts: Reinhard Klimmt, Benjamin Reding


von links nach rechts: Reinhard Klimmt, Alexander van Dülmen

 

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Diese Veranstaltungsreihe wird kofinanziert von der Europäischen Union

 

 
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Victor's Berlin